Philipp Nordmann - Gütersloh

Holzheizung

Handbeschickte Holzkessel, sogenannte Stückgutkessel, sind in den meisten Fällen bis 50 kW groß und in ein bivalentes Heizsystem mit zweitem oder drittem Wärmeerzeuger integriert.
Durch eine immer effizientere Verbrennung (die Kesselwirkungsgrade liegen heute bei bis ca. 90 %) und aufgrund einer sehr hohen Brenndauer (8 bis 10 Stunden werden bei Einsatz von spezieller Regelungstechnik für Holzkessel erreicht) wird durch eine geregelte Luftzufuhr (Primärluft und Sekundärluft) ein Höchstmaß an Komfort für den Betreiber erreicht. Zwingend notwendig für den sicheren Betrieb ist ein Pufferspeicher oder Schichtenspeicher, die meisten Holzkesselhersteller empfehlen zwischen 60 und 100 Liter Pufferspeicher- bzw. Schichtenspeicher-Volumen je kW Holzkessel-Leistung.
Durch die Regelung der Luftzufuhr können neuste Holzkessel flexibel die Leistung regeln.
Automatisch beschickte Holzheizkessel verbrennen größtenteils Holzpellets (-> Pelletkessel) oder Hackschitzel (-> Hackschnitzelkessel oder Holzvergaser / Holzvergasungskessel). Der Transport des Holzbrennstoffs erfolgt pneumatisch mithilfe von Transportschnecken, mit Kettenförderern oder mit Hydraulikstempeln. Die Top-Modelle mit einer solchen automatischen Kesselfeuerung sind mit selbständig arbeitenden Heizflächenreinigungssystemen und sogar mit eigenständiger Ascheaustragung ausgerüstet.

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